"Fanta 13" wollen in Penzlin mitreden

Engagement: in Penzlin wollen 13 Jugendliche künftig kräftig mitmischen, wenn es um ihre Stadt geht. "Fanta 13" haben viele Pläne und Ideen.

Von Iris Eickmann

Penzlin: Das ohnehin schon gut gefüllte Vereinshaus „Altes Rathaus” in Penzlin hat unlängst Zuwachs bekommen. 13 Jugendliche der Stadt haben im Untergeschoss zweieinhalb Räume bezogen, um es sich dort gemütlich zu machen. Und obwohl sich alles zunächst wie die Gründung eines normalen Jugendclubs anhört, haben die Jugendlichen einiges vor. „Fanta 13” lautet der Name der findigen Truppe, die sich neben „normaler” Jugendarbeit auch in die Belange der kleinen Stadt mit einbringen möchte. Besondere Unterstützung erhalten die 15- bis 19-jährigen dabei von Bürgermeister Sven Flechner. „Herr Flechner hat ausdrücklich um mehr Mitwirkung der Penzliner Jugendlichen im Stadtgeschehen gebeten”, berichtet Dagmar Kaselitz, Mitarbeiterin des Amtes Penzliner Land, die den Teenagern ebenfalls tatkräftig zur Seite steht. „Es ist nichttypisch, dass der Bürgermeister oder Stadtvertreter mit der Jugend an einem Tisch sitzen wollen.”
Alle zwei Wochen freitags finden die Treffen zusammen mit Janin Kampehl vom Kreisjugendring statt. Unter ihrer Anleitung wird das Projekt „Fanta 13” in die richtigen Bahnen gelenkt, denn Jugendarbeit macht sich nicht einfach von selbst. Häufig benötigt es kleine Anstöße von außen, um die eigenen Ideen nichtt nur zu disskutieren, sondern auch umzusetzen. Im Rahmen des Projektes PRORA 06 wurden 1500 € für die Gestaltung der Vereinsräume beantragt, die auch komplett bewilligt wurden. Dies ist nicht unwesentlich der Hilfe von Dagmar Kaselitz und Janin Kampehl zu verdanken. Ideen haben die Jugendlichen übrigens viele. „Wir wollen gefordert werden, und etwas vorwärts bringen”, erläutert Tom, einer der Mitglieder der „Fanta 13” das Vorhaben. Dazu gehöre beispielsweise auch, sich auf der nächsten Stadtvertretersitzung einmal den Abgeordneten vorzustellen, sind sich die Fantas einig. Bürgermeister Flechner soll regelmäßig konsultiert werden, um neues zu berichten und zu erfahren. Erst vor wenigen Tagen verbrachten die Fantas mit Janin Kampehl ein Wochenende in Berlin. Dort wurde kräftig an den Plänen für die kommenden Wochen gebastelt. Zum einen sei da die Renovierung und Ausstattung der Räume im „Alten Rathaus”. Momentan wird dort kräftig gemalert, eine neue Einrichtung soll demnächst folgen. Dann wollen die Jugendlichen der Stadt Unterstützung bei der Durchführung verschiedener Feste und Veranstaltungen bieten. „Wir könnten zum Beispiel während des Kinderfestes in Juni einen Stand aufbauen und die Kinder schminken”, hieß es. Auch als Einlasser beim Burgfest wollen sie fungieren, sich beim wieder entdeckten Vereinsfest präsentieren und eventuell auf der Müritz- Sail präsent sein. Und schließlich gab es beim Treff am vergangenen Freitag ganz normale organisatorische Fragen zu klären, wie beispielsweise eine Putz- und Schlüsselordnung für die Clubräume.
Quelle: Nordkurier 20.03.2006